Freitag, 31. Juli 2009

Zufälle: 17% vom Kompetenzteam der SPD stammen aus dem Kreis Kleve

Wie ein Blick auf das 18köpfige Kompetenzteam der SPD zur Bundestagswahl 2009 (plus Kanzlerkandidat F.W. Steinmeier) zeigt, stammen 17% der Kompetenz vom Niederrhein:
http://www.spd.de/de/politik/Bundestagswahl/team/index.html

Dr. Barbara Hendricks, MdB
Verbraucherschutzpolitik
Geboren am 29. April 1952 in Kleve;
katholisch

Barbara Kisseler
Kulturpolitik
08.09.1949 geboren in Asperden, Kreis Kleve

Dr. Carola Reimann, MdB
Hochschul- und Forschungspolitik
geboren am 25.08.1967 in Goch/Kreis Kleve,
ledig


Es ist natürlich nicht nur mir allein aufgefallen:

Freitag, 11. Januar 2008

Das Tal der digital Ahnungslosen

In der ehemaligen DDR war es weit verbreitet, nicht nur die beiden Programme des DDR-Fernsehens, sondern auch von ARD und ZDF anzuschauen. Nicht nur im Ring um West-Berlin, sondern auch an der deutsch-deutschen Grenze ging die Reichweite des "Westfernsehens" weit ins Gebiet der DDR. Dies war durchaus gewollt, denn ARD und ZDF hatten leistungsstarke Sender in Grenznähe postiert. Durch die zu große Entfernung und die schlechten Ausbreitungsmöglichkeiten in Tallagen waren zwei Gebiete in der ehemaligen DDR vom Einfluss des Westfernsehen abgeschnitten. Dies betraf einmal das nordöstliche Gebiet um die Insel Rügen und im Südosten die Region um Dresden, woraus man für die Abkürzung "ARD" die Langform "Außer Rügen und Dresden" machte. Insbesondere Region um Dresden galt als das "Tal der Ahnungslosen", weil dort selbst mit großen technischem Aufwand kein Empfang von Westfernsehens möglich war und man sich dort lediglich über das Fernsehen der DDR informieren konnte.

Inzwischen gehört die Region um Dresden zu den florierenden in den neuen Bundesländern und kann sich über ein vergleichsweise hohes Wirtschaftswachstum und relativ niedrige Arbeitslosenzahlen freuen. Dieser Region hat es letztendlich in dieser Hinsicht also nichts geschadet. Und inzwischen haben auch die ARD und ZDF mit einer ganz anderen innerdeutschen Konkurrenz zu kämpfen. Das Kampfgebiet ist allerdings ein ganz ähnliches, denn auch hier geht es um die terrestrische Ausstrahlung von Fernsehen.

Als Ende der 1980er Jahre im Westen endgültig die Zeit des Kabelfernsehens anbrach und in den 1990ern nicht zuletzt durch das Astra-Satellitensystems vor allem im Osten die letzten Lücken in der Fernsehvollversorgung geschlossen wurden, schien die Zeit des terristrischen Fernsehens zu Ende zu gehen. Das verrauschte Bild, die geringe Auswahl von drei bis fünf Sendern und die starke Störanfälligkeit waren nicht wirklich ein positives Alleinstellungsmerkmal. Viele Fernsehzuschauer wechselten auf einen Kabelanschluss oder packten sich einen Satellitenschüssel auf ihr Hausdach.

Eine wirkliche Renaissance erfuhr die Ausstrahlung von Antennenfernsehen mit der Entscheidung der Landesmedienanstalt Berlin-Brandenburg im Jahr 2003 die analoge Ausstrahlung über Antenne zugunsten einer digitalen über den neuen TV-Standard DVB-T zu beenden. Mit Umstellung versprachen sich alle Seiten eine deutliche Verbesserung der Qualität, eine erhöhte Programmvielfalt durch zusätzliche öffentlich-rechtliche und private Programme. Im Ballungsraum Berlin können die Menschen mit ihrer digitalen Set-Top-Box über eine Zimmerantenne inzwischen fast 30 TV-Stationen empfangen und dies kostenlos und in konstanter Qualität.

Viele Regionen in Deutschland sind dem Beispiel nun gefolgt, können allerdings beim Programmangebot nicht wirklich mithalten, da die Privatsender aus Kostengründen sich lediglich in den anderen großen deutschen Ballungsräumen an der Ausstrahlung beteiligen. Andernorts treiben die örtlichen Landesmedienanstalten, die ARD und das ZDF die flächendeckende Versorgung ohne private Partner voran. Dies gilt auch für weite Gebiete im Südwesten Deutschlands. Dort werden auch auch der Umstellung auf digitale Ausstrahlung lediglich öffentlich-rechtliche Sender zu empfangen sein, allerdings wird sich die Zahl von bislang drei mehr als verdoppeln.

Als der SWR schließlich ankündigte im November 2007 große Teile der Pfalz auf digitale Ausstrahlung umzustellen, war ich sehr hoffnungsvoll, schließlich hatte ich mir zum Beginn des Jahres 2007 einen USB-Stick für mein Notebook zugelegt mit man DVB-T-Signale empfangen konnte, schließlich war auch für Pfalz die Umstellung im Verlaufe des Jahres 2007 bereits angekündigt. So freute mich schon darauf, abends im Büro in südpfälzischen Landau nicht nur die Tagesschau anschauen zu können, sondern auch die restlichen Informationssendungen, was im Internet nicht per Stream zu empfangen ist. Schließlich ist man als Informationsjunkie stets auch an visueller Information interessiert.



Ich schaute schließlich in der letzten Woche wieder auf die Internetseite des SWR zum Thema DVB-T und musste erstaunt feststellen, dass zwar weitere Sender in Pfalz umgestellt worden sind, dass dies allerdings für Landau nichts geändert hat. Wie man auf der Karte entdecken kann, liegt Landau zwar im Gebiet, wo man mit Dachantenne durchaus DVB-T empfangen kann, aber der mobile Empfang unterwegs bzw. mit Zimmerantenne im Büro ist damit immer noch nicht möglich. Dies ist natürlich ärgerlich, aber um so heiterer war für mich die Erkenntnis, dass praktisch allein das Gebiet um Landau herum durchgehend mit einem Grünstreifen versehen ist. Da hast Du halt einfach Pech gehabt und wohnst weiter im Tal der digitalen Ahnungslosigkeit.

Immerhin bleibt mir als Bewohner der Stadt Landau noch die Option die Landesgrenze nach Baden-Württemberg zu überschreiten, um dieses Tal zu verlassen. Selbst die ahnungslosen Sachsen hatten die Möglichkeit bei ihren Bekannten und Verwandten in anderen Regionen der DDR ihre Ahnungslosigkeit in Grenzen zu halten. Mir hilft dabei mein geliebter Kabelanschluss in den heimischen vier Wänden und so schaut man sich die Bundestagsdebatten auf Phönix halt von Zuhause statt vom Büro aus an - ist ja auch viel gemütlicher.

Freitag, 28. Juli 2006

Die spinnen, die Warentester

Im aktuellen Heft der Stiftung Warentest (8/2006) wird ganz groß mit der Titelgeschichte "Telefonieren übers Internet" aufgemacht. Unter der Überschrift "Kostenlos nicht, billiger aber schon" wird dem geneigten Leser das Thema Internet-Telefonie näher gebracht. Leider sind die Warentester dabei nicht immer ganz auf der Höhe der Zeit und haben zudem schlappig recherchiert. So wird dem Leser auf Seite 36 in einer Tarifübersicht mit 26 Anbietern erklärt, dass die Anbieter dus.net und 1Xnet.de von ihren Nutzern einen monatlichen Mindestumsatz von saftigen 10 Euro verlangen. D.h. für jeden Leser, dass er jeden Monat mindestens 10 Euro an Telefonkosten zusammenbringen muss, damit sich eine Anmeldung bei diesen beiden Anbietern rechnet. Tja, das kleine Problem an dieser Aussage ist bloß, dass sie schlichtweg falsch und irreführend ist. Beide Anbieter rechnen nach dem Prepaid-Verfahren ab. Erst wird also gezahlt, dann wird das Guthaben abtelefoniert. Mit einem Mindesumsatz haben beide Anbieter dagegen nichts zu tun, sie verlangen lediglich dass mindestens ein Betrag von 10€ auf das Guthabenkonto überwiesen wird. Bei 1xnet.de ist dies lediglich bei der ersten Aufladung, bei dus.net generell für alle Aufladungen vorgesehen. Ist das Konto dann einmal aufgeladen, kann in den nächsten Wochenen und Monaten munter telefoniert werden bis das Konto leer ist. Das aufgeladene Guthaben verfällt jedenfalls nicht.

Dass die verantwortlichen Redakteure bei Stiftung Warentest offensichtlich nicht zwischen den Begriffen "Mindestaufladung" und "Mindestumsatz" unterscheiden können, ist einerseits enttäuschend, andererseits wohl kaum geschäftsfördernd für die betroffenen Anbieter.

Der Telefon- und Kommunikationsmarkt ist nicht erst seit dem Ende der Deutschen Bundespost als alleinigen Telekommunikationsanbieter in dieser Republik unübersichtlich geworden, dennoch muss es durchaus erlaubt sein der "test"-Redaktion ein gewisses Maß an Übersicht abzuverlangen. Letztere scheint trotzdem nur eingeschränkt vorhanden zu sein, schließlich heißt es einmal "Nicht ohne DSL" und später dann "In Zukunft ganz ohne Festnetz" in den Zwischenüberschriften, ohne dass den Menschen klar zu sagen, was heute schon möglich ist. Denn eine große Zahl Menschen hat nicht nur eine Möglichkeit an einen breidbandigen Internetzugang zu kommen. DSL ist jedenfalls in Zeiten von Internet über Kabel, Richtfunk, etc. sicherlich nicht mehr die einzige Möglichkeit ohne einen Telefonschluss von Telekom, Arcor, o.ä. an eine schnelle Internetverbindung zu kommen, durch den weitere Anschlusskosten entstehen. Denn wenn man sich heute fragt, was wirklich teuer am Telefonieren ist, dann wissen vor allem die Wenigtelefonierer schnell was gemeint ist: die monatliche Grundgebühr für den Telefonanschluss. Die meisten VoIP-Anbieter verlangen für ihre Basisananschlüsse kein zusätzliches Geld. Für jemanden, der also um diese monatlichen Anschlusskosten herumkommen will, aber trotzdem über eine Festnetznummer für die Außenwelt zuhause erreichbar sein will, braucht es nur noch einen preiswerten aber möglichst schnellen Internetzugang. Für letzteren machen die Warentester im darauffolgenden Artikel "Plaudern, Surfen, Gucken" selbst Werbung. Bei Kabel Deutschland, Iesy und Ish sind die 2-MBit-Leitungen bereits für rund 20 Euro monatlich zu haben. Kombiniert der schlaue Wenigtelefonierer also den kostenlosen VoIP-Anschluss mit seinem schnellen 2 MBit-Internetzugang, dann erhält er Internet- und Telefonanschluss zusammen für nur 20 € monatlich. Von dieser Kombinationsmöglichkeit ist jedoch nirgends mehr die Rede, vielmehr werden die Kombinationsangebote (Triple Play aus Internet, Telefon und Fernsehen) in den Mittelpunkt gestellt, bei denen der Telefonanschluss zusätzlich noch eine monatliche Grundgebühr von rund 15 Euro kostet. Jeglicher Kostenvorteil für Wenigtelefonierer wäre damit zunichte gemacht. Doch wer nur wenig telefoniert, steht eh nicht im Mittelpunkt der Warentester, schließlich werden sowohl die Telefon-Flatrates der VoIP-Anbieter als auch jene der Kabelnetzbetreiber in die Warentester-Kalkulationen einbezogen.

Beim abschließenden Pro und Kontra zum Thema Triple-Play zeigt sich jedenfalls genau, wie die standardmäßige Denkweise der Warentester funktioniert. Entweder man hat Fernsehen, Telefon- und DSL-Anschluss oder halt alles aus der Kabeldose. Die Welt der Warentester ist jedenfalls einfacher als ich in Ihrem Sinne mal angenommen habe.

http://www.stiftung-warentest.de/online/computer_telefon/test/1400928/1400928/1397400.html

Mittwoch, 14. Juni 2006

Die S6 fährt nicht mehr

Zumindest scheint es so, dass der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) schon einmal ein Kürzungsszenario des nordrhein-westfälischen Nahverkehrs nach der geplanten Kürzung der Regionalisierungsmittel durch den Bund vorweggenommen hat. Und in diesem Szenario taucht die S6 nicht mehr auf, wenn es nach der Fahrplanauskunft des VRR geht. Sucht man dort beispielsweise die viel genutzte Pendler-Verbindung Ratingen-Ost - Düsseldorf Hbf heraus, so wird man tagsüber mit Bus, Tram und schließlich einer S7 oder S11 zum Düsseldorfer Hbf gelotst. In der Nacht sollte man zudem eine Zeit für den Wechsel in die nächste Buslinie einplanen, schließlich kann es schnell passieren, dass man über eine Stunde an der Dieselstraße in Ratingen-West verbringen muss.

Wer das alles nicht glauben kann, sollte mal einen Blick in die folgende PDF-Datei werfen: EFA des VRR.

Zumindest im benachbarten Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) ist man in Sachen Zukunft noch nicht so weit: hier fahren alle Züge noch. Auch die S6, wie ein Blick in die dortige Fahrplanauskunft unter http://www.vrsinfo.de/ zeigt:
EFA des VRS.

Um auch die letzte Gewissheit zu erlangen, dass die S6 noch nicht zum alten Eisen gehört, sondern weiterhin zwischen Essen und Köln hin- und herfahren wird, bietet sich noch ein Blick in die Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn unter http://reiseauskunft.bahn.de an: EFA der Deutschen Bahn.

Die S6 scheint also wohl doch noch irgendwie unterwegs zu sein. Zumindest wenn man der Elektronischen Fahrplanauskunft (EFA) des VRR nicht seinen Glauben schenkt. Wer trotzdem mal sehen will, wie er ohne die S6 so unterwegs ist, dem sei der Besuch wärmstens empfohlen:

http://efa.vrr.de/

Donnerstag, 20. April 2006

Ein halbes Jahr Klarmobil

Eigentlich mache ich eher selten für einen Handytarif Werbung, schließlich gilt insbesondere im Mobilfunkbereich, dass für jeden Nutzertyp auch unterschiedliche Tarife sinnvoll sein können. Ich bin seit 6 Monaten von einem alten D2-Fun-Vertrag mit monatlicher Grundgebühr von rund 15 € auf einen Vertrag bei Klarmobil umgestiegen. Dadurch konnte ich meine Fixkosten auf Null reduzieren. Bei klarmobil fällt keine Grundgebühr an und doch bekommt man jeden Monat seine Rechnung, die wie bei jedem normalen Mobilfunkvertrag normal per Lastschrift bezahlt wird.

Die Kosten für das Telefonieren über mein Handy haben sich relativ stark gesenkt und endlich weiß ich genau, was mich die Minute kostet und ich muss mir keine Gedanken mehr machen, in welches Netz ich gerade telefoniere. Der Minutenpreis (derzeit 17 Cent/Min.) ist stets für alle Ziele gleich. Damit sind Festnetzgespräche am Wochenende im Vergleich zu meinem alten Vertrag zwar teurer geworden, aber die ehemals besonders teuren Gespräche ins E-Plus- und O2-Netz gehören endlich der Vergangenheit an. Wie von Vodafone gewohnt, hat man über das Internetangebot des Anbieters die Möglichkeit abzurufen, wieviel man im aktuellen Abrechnungsmonat bereits telefoniert hat. Online können auch die Rechnungen abgerufen werden, die es bei Klarmobil nicht mehr Post gibt, was mich aber wirklich nicht stört.

Eine wesentliche Bedingung für meinen Wechsel vom D2-Vertrag zu einem Discounter war, dass ich unbedingt ein D-Netz-Anbieter haben wollte, den es lang Zeit nicht gab. Schließlich ist es doch so, dass man mit E-Plus nicht nur geringe Kosten, sondern auch einen miesen Empfang bekommt, zumindest wenn man mal in der eigenen Wohnung, im Uni-Hörsaal oder auf dem flachen Land telefonieren oder simsen möchte. Mit dem D1-Netz und Klarmobil habe ich bislang keinerlei Probleme erlebt, so dass ich den Wechsel von D2 zu Klarmobil nicht bereut habe. Und meine Rechnungen fallen durchschnittlich 15 Euro jeden Monat geringer aus als zuvor, trotz Roaminggebühren im Ausland in den letzten Monaten. Das Roaming funktionierte übrigens bestens, allerdings schaltet Klarmobil Neuverträge erst im 4 Vertragsmonat frei, was man natürlich vorher einplanen sollte, bevor man im Urlaubsland keinen Empfang hat.

Für alle Menschen, die nicht ausschließlich in ein und dasselbe Netz telefonieren und deren Mobilfunkrechnung die 30 Euro (inkl. Grundgebühr) nicht übersteigt, bleibt der Umstieg auf einen Discounter wie Klarmobil oder simply mit D-Netz sicherlich eine gute Wahl.

Seine alte Rufnummer kann man bei Klarmobil übrigens für 9,95 € auch mitnehmen. Rechnet man die Wechselgebühren vom alten Anbieter (in der Regel um die 25 €) mit ein, dann muss man selbst entscheiden, ob es das wert ist. Klarmobil verschenkt 50 Frei-SMS, die man in seinem Freundes- und Bekanntenkreis verschicken kann, wenn man sich für eine neue Nummer entscheidet, so dass man hier eine günstige Alternative hat.

Die Anmeldung bei Klarmobil kostet aktuell 19,95 €, darin sind bereits 10 Euro Startguthaben zum Telefonieren enthalten. Man muss seine persönlichen Daten inkl. Personalausweisnummer und Kontonummer angaben und der Betrag wird vom Konto abgebucht. Innerhalb weniger Tage bekommt man dann SIM-Karte für's Handy und die entsprechenden PIN-Codes zugeschickt und kann loslegen.

Zusammenfassend kann man festhalten: Günstig im Preis, gut in der Qualität und kein Grund zu zögern.


klarmobil.de - Echt einfach. Echt günstig
* 14 Cent/Minute, SMS 14 Cent
* Ein Preis rund um die Uhr in alle Netze und ins Festnetz
* Keine Vertragsbindung, keine Grundgebühr, kein Mindestumsatz
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* Anschlusspreis € 4,95

http://vas.ppro.de/click/944300

Montag, 24. Oktober 2005

Voice over IP - Ein Erfahrungsbericht nach 69 Tagen

Ganz allgemein

Die Zeiten alter Festnetz-Telefonie sind nun über zwei Monate vorbei. Der alte ISDN-Anschluss musste zusammen mit der gesamten Gerätschaft einem VoIP-Anschluss weichen. Möglich machte dies ein neuer Kabelinternetanschluss, für den durch die Kooperation vom Kabelnetzbetreiber Telecolumbus (Ebene 4) und Kabelnetzbetreiber ISH (Ebene 3) und der Aufrüstung vieler Mehrfamilienhäuser im Ratinger Osten zum Sommer 2005 die Voraussetzung geschaffen wurde.

Seitdem läuft der 2MBit-Internetanschluss über das Kabelnetz ohne Probleme und versorgt meinen Haushalt mit der Anbindung ans weltweite Datennetz. Ein neu angeschaffter Router der Firma Draytek sorgt für die Versorgung alle PCs mit Internet und der zwei Telefon an die SIP-Anbieter dus.net und sipgate.de. Beide Telefone sind über zwei verschiedene Festnetznummern zu erreichen, so dass im Vergleich zum alten ISDN-Anschluss ebenfalls zwei Leitungen zur Verfügung stehen. Die gewohnten Dienste wie die Rufnummeranzeige sind auch weiterhin über die neuen Anbieter möglich.

Sprachqualität und Leitungsstabilität

Nachdem der Einstieg in VoIP über Softphones eher mäßig gewesen, kann ich heute festhalten, dass man kaum einen Unterschied zu einem normalen Telefongespräch ausmachen kann. Insbesondere die Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung haben praktisch keinen Unterschied ausgemacht. Die Qualität ist deutlich besser als bei einem Handygespräch, kommt allerdings in seiner Konstant nicht ganz an ein ISDN-Gespräch heran. So ist auf meiner Seite in einigen wenigen Fällen ein kleines Echo von einem selbst zu hören, das zwar nicht sonderlich störend ist, aber immerhin wahrgenommen werden kann. Ein größeres Manko war bislang, dass einige Gespräche abrupt abgebrochen wurden. Dies war zwar nur selten der Fall, ist dann aber im Einzelfall natürlich störend, da man in diesem Fall erneut anrufen muss. Womit dieser Fehler zusammenhängt, konnte ich leider noch nicht herausfinden. Insgesamt ist der Anschluss zum privaten Telefonieren vollkommen ausreichend. Durch die Möglichkeit im Problemfall auf den jeweils anderen der beiden Anbieter zurückgreifen zu können, ist man jedenfalls auf der sicheren Seite.

Laufende und einmalige Kosten

Die Umstellung auf VoIP hing nicht zuletzt mit dem Wunsch zusammen, laufende Kosten zu reduzieren ohne gleichzeitig große Funktionseinbußen akzeptieren zu müssen.
Vor der Umstellung sah es mit den Kosten folgendermaßen aus:
- ISDN-Anschluss der T-Com: 24,95 € mtl.
- T-DSL 1000 (1 MBit): 16,99 € mtl.
- DSL-Flatrate: 9,95 € mtl.
Zu diesen Fixkosten von 51,89 Euro mtl. kamen die üblichen die Gesprächskosten.

Aktuell sieht es so aus:
- Kabelinternetanschluss (2 MBit, Infocity powered by ISH): 34,90 € mtl.
- dus.net-SIP-Anschluss mit Festnetznummer: 0,00 € mtl.
- sipgate.de-SIP-Anschluss mit Festnetznummer: 0,00 € mtl.
Zu diesen Fixkosten von 34,90 Euro mtl. kommen weiterhin die üblichen die Gesprächskosten über die beiden SIP-Anbieter.

Die laufenden Kosten fallen also um 16,99 € geringer aus. Damit ist die Rechnung allerdings nicht vorbei, schließlich fallen Kosten für die technische Umstellung auf neue Hardware und Wechselgebühren für die alte Festnetznummer an. Die Anschlussgebühren von rund 99 € für den Internetanschluss sind übrigens aufgrund einer Aktion komplett weggefallen.)
- T-Com-Gebühr für Rufnummernwechsel: 6,00 €
- dus.net Portierungsgebühr für Festnetznummer: 29,90 €
- Router mit 2 VoIP-Anschlüssen (Draytek Vigor 2900 VG): 210,00 € (inkl. Versand)
- 2 analoge Schurlostelefone (Siemens Gigaset 3010): 50,00 € (gebraucht bei eBay)
- Kabelage und Adapter: 20,00 €

Der Verkauf der alten - nicht mehr benötigten - Hardware (Siemens Gigaset 3075 ISDN-Anlage, Fritz Classic ISDN-Karte, D-Link DI-514 Router) bei eBay brachte nach Abzug der Gebühren ingesamt 52 €.

Verrechnet man alle Einzelbeträge miteinander, so kommt man auf -263,90 € (ergibt sich aus -315,90 + 52,00). Damit braucht man rund 16 Monate bis sich die Investition restlos rentiert hat. Da man nicht unbedingt gleich einen umfassend ausgestatten Draytek-Router (u.a. mit USB-Printserver) benötigt, lassen sich da je nach eigenen Wünschen bei vergleichbaren Geräten mehr als 80 € einsparen, so dass sich die 15 Monate durchaus auf deutlich weniger als ein Jahr reduzieren lassen.

Fazit

Die hohe Anfangsinvestition macht die Umstellung zu keiner leichten Entscheidung, allerdings muss man sich jeden Einzelfall genau anschauen, zumal mein Einzelfall wahrscheinlich nicht unbedingt typisch ist. Benötigt man grundsätzlich nur eine Telefonleitung über die man telefoniert, so reicht ein deutlich billigerer Kabelinternetanschluss mit nur 256 KBit (mtl. Ersparnis: 15,00 €). Je nachdem welche Hardware man anschafft, sind bereits analoge Telefon vorhanden. Im Kern bleibt lediglich die Gebühr für einen neuen VoiP-Router bzw. VoIP-Adapter, die bei eBay bereits für unter 50 € zu bekommen sind.
Die Qualität einer VoIP-Verbindung über einen Kabelinternetanschluss ist gut und in der Regel stabil, so dass hierin kein Grund zur Besorgnis liegen sollte.
Der Umstieg hat sich aus meiner Sicht gelohnt. Nicht zuletzt der schnelle Kabelinternetzugang (schnellere Reaktionszeit als bei DSL) und die kostenlose VoIP-Gespräche machen wirklich Spaß.

Informationen zum Einsteig, Umstieg und auch zu Problemen mit VoIP gibt es übrigens im IP-Phone-Forum.

http://www.ip-phone-forum.de/

Mittwoch, 24. August 2005

Internet auf Reise

Es gibt immer wieder heute, die selbst im Urlaub auf Ihre tägliche Ladung E-Mails nicht verzichten können. Da sich beim Auslandsaufenthalt der Weg ins Internet nicht immer so einfach gestaltet, bietet nun Tiscali mit seinem Traveller-Tarif Abhilfe. Software runterladen, Ferienland auswählen, fertig. Die Kosten variieren zwar von Land zu Land, aber zumindest für Westeuropa und Nordamerika lässt sich zu humanen Kosten surfen. In einigen Ländern fallen neben den normalen Telefongesprächskosten nicht einmal Internetgebühren an. Für die Nutzung muss man sich bei Tiscali zunächst für einen Tarif anmelden, allerdings gibt es dort auch Tarife ohne Grundgebühr und Mindestnutzung so dass hierbei keine zusätzlichen Kosten entstehen.

http://internetzugang.tiscali.de/internet_services/traveller.php