Kategorie: Allgemein


Umzug von Blogger zu WordPress

30. Juli 2010 - 20:01 Uhr

Bislang wurden meine Weblogs über Blogger.com – dem Blogdienst von Google – verwaltet und auf meinem eigenen Webhosting abgelegt. Da dies nun nicht mehr möglich sein soll, habe ich alle Einträge in WordPress überführt, um weiterhin alle Weblogs selbst hosten zu können.

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Zufälle: 17% vom Kompetenzteam der SPD stammen aus dem Kreis Kleve

31. Juli 2009 - 10:57 Uhr

Wie ein Blick auf das 18köpfige Kompetenzteam der SPD zur Bundestagswahl 2009 (plus Kanzlerkandidat F.W. Steinmeier) zeigt, stammen 17% der Kompetenz vom Niederrhein:
http://www.spd.de/de/politik/Bundestagswahl/team/index.html

Dr. Barbara Hendricks, MdB
Verbraucherschutzpolitik
Geboren am 29. April 1952 in Kleve;
katholisch

Barbara Kisseler
Kulturpolitik
08.09.1949 geboren in Asperden, Kreis Kleve

Dr. Carola Reimann, MdB
Hochschul- und Forschungspolitik
geboren am 25.08.1967 in Goch/Kreis Kleve,
ledig

Es ist natürlich nicht nur mir allein aufgefallen:

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"Dr." Kai Schürholt III

23. Juli 2009 - 22:50 Uhr

Gibt es einen neuen Schürholt?

Spiegel Online meldet heute:

CDU-Politiker soll falscher Doktor sein
Im thüringischen Nordhausen steht ein Lokalpolitiker unter dem Verdacht, seine Vita frisiert zu haben. Er führe zu Unrecht einen Doktortitel, warf ihm die Meldebehörde der Stadt vor – und kassierte gleich seinen Ausweis ein. Der CDU-Politiker wehrt sich, bisher vergebens.

http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,druck-637812,00.html

Wer mehr über Kai Schürholt selbst wissen möchten, findet ein stattlichen Eintrag bei Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kai_Schürholt

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Das Tal der digital Ahnungslosen

11. Januar 2008 - 13:40 Uhr

In der ehemaligen DDR war es weit verbreitet, nicht nur die beiden Programme des DDR-Fernsehens, sondern auch von ARD und ZDF anzuschauen. Nicht nur im Ring um West-Berlin, sondern auch an der deutsch-deutschen Grenze ging die Reichweite des „Westfernsehens“ weit ins Gebiet der DDR. Dies war durchaus gewollt, denn ARD und ZDF hatten leistungsstarke Sender in Grenznähe postiert. Durch die zu große Entfernung und die schlechten Ausbreitungsmöglichkeiten in Tallagen waren zwei Gebiete in der ehemaligen DDR vom Einfluss des Westfernsehen abgeschnitten. Dies betraf einmal das nordöstliche Gebiet um die Insel Rügen und im Südosten die Region um Dresden, woraus man für die Abkürzung „ARD“ die Langform „Außer Rügen und Dresden“ machte. Insbesondere Region um Dresden galt als das „Tal der Ahnungslosen“, weil dort selbst mit großen technischem Aufwand kein Empfang von Westfernsehens möglich war und man sich dort lediglich über das Fernsehen der DDR informieren konnte.

Inzwischen gehört die Region um Dresden zu den florierenden in den neuen Bundesländern und kann sich über ein vergleichsweise hohes Wirtschaftswachstum und relativ niedrige Arbeitslosenzahlen freuen. Dieser Region hat es letztendlich in dieser Hinsicht also nichts geschadet. Und inzwischen haben auch die ARD und ZDF mit einer ganz anderen innerdeutschen Konkurrenz zu kämpfen. Das Kampfgebiet ist allerdings ein ganz ähnliches, denn auch hier geht es um die terrestrische Ausstrahlung von Fernsehen.

Als Ende der 1980er Jahre im Westen endgültig die Zeit des Kabelfernsehens anbrach und in den 1990ern nicht zuletzt durch das Astra-Satellitensystems vor allem im Osten die letzten Lücken in der Fernsehvollversorgung geschlossen wurden, schien die Zeit des terristrischen Fernsehens zu Ende zu gehen. Das verrauschte Bild, die geringe Auswahl von drei bis fünf Sendern und die starke Störanfälligkeit waren nicht wirklich ein positives Alleinstellungsmerkmal. Viele Fernsehzuschauer wechselten auf einen Kabelanschluss oder packten sich einen Satellitenschüssel auf ihr Hausdach.

Eine wirkliche Renaissance erfuhr die Ausstrahlung von Antennenfernsehen mit der Entscheidung der Landesmedienanstalt Berlin-Brandenburg im Jahr 2003 die analoge Ausstrahlung über Antenne zugunsten einer digitalen über den neuen TV-Standard DVB-T zu beenden. Mit Umstellung versprachen sich alle Seiten eine deutliche Verbesserung der Qualität, eine erhöhte Programmvielfalt durch zusätzliche öffentlich-rechtliche und private Programme. Im Ballungsraum Berlin können die Menschen mit ihrer digitalen Set-Top-Box über eine Zimmerantenne inzwischen fast 30 TV-Stationen empfangen und dies kostenlos und in konstanter Qualität.

Viele Regionen in Deutschland sind dem Beispiel nun gefolgt, können allerdings beim Programmangebot nicht wirklich mithalten, da die Privatsender aus Kostengründen sich lediglich in den anderen großen deutschen Ballungsräumen an der Ausstrahlung beteiligen. Andernorts treiben die örtlichen Landesmedienanstalten, die ARD und das ZDF die flächendeckende Versorgung ohne private Partner voran. Dies gilt auch für weite Gebiete im Südwesten Deutschlands. Dort werden auch auch der Umstellung auf digitale Ausstrahlung lediglich öffentlich-rechtliche Sender zu empfangen sein, allerdings wird sich die Zahl von bislang drei mehr als verdoppeln.

Als der SWR schließlich ankündigte im November 2007 große Teile der Pfalz auf digitale Ausstrahlung umzustellen, war ich sehr hoffnungsvoll, schließlich hatte ich mir zum Beginn des Jahres 2007 einen USB-Stick für mein Notebook zugelegt mit man DVB-T-Signale empfangen konnte, schließlich war auch für Pfalz die Umstellung im Verlaufe des Jahres 2007 bereits angekündigt. So freute mich schon darauf, abends im Büro in südpfälzischen Landau nicht nur die Tagesschau anschauen zu können, sondern auch die restlichen Informationssendungen, was im Internet nicht per Stream zu empfangen ist. Schließlich ist man als Informationsjunkie stets auch an visueller Information interessiert.

Ich schaute schließlich in der letzten Woche wieder auf die Internetseite des SWR zum Thema DVB-T und musste erstaunt feststellen, dass zwar weitere Sender in Pfalz umgestellt worden sind, dass dies allerdings für Landau nichts geändert hat. Wie man auf der Karte entdecken kann, liegt Landau zwar im Gebiet, wo man mit Dachantenne durchaus DVB-T empfangen kann, aber der mobile Empfang unterwegs bzw. mit Zimmerantenne im Büro ist damit immer noch nicht möglich. Dies ist natürlich ärgerlich, aber um so heiterer war für mich die Erkenntnis, dass praktisch allein das Gebiet um Landau herum durchgehend mit einem Grünstreifen versehen ist. Da hast Du halt einfach Pech gehabt und wohnst weiter im Tal der digitalen Ahnungslosigkeit.

Immerhin bleibt mir als Bewohner der Stadt Landau noch die Option die Landesgrenze nach Baden-Württemberg zu überschreiten, um dieses Tal zu verlassen. Selbst die ahnungslosen Sachsen hatten die Möglichkeit bei ihren Bekannten und Verwandten in anderen Regionen der DDR ihre Ahnungslosigkeit in Grenzen zu halten. Mir hilft dabei mein geliebter Kabelanschluss in den heimischen vier Wänden und so schaut man sich die Bundestagsdebatten auf Phönix halt von Zuhause statt vom Büro aus an – ist ja auch viel gemütlicher.

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"Dr." Kai Schürholt II

26. Dezember 2007 - 19:35 Uhr


Mit dem folgenden Schreiben wandte sich Kai Schürholt online an die Bürger von Landau. Der Text war bis zum 24. August 2007 als Teil des Internetangebots der CDU Landau abrufbar, bevor er im Verlaufe des Tages schließlich gelöscht wurde. Es war der Tag, an dem der Kandidat Schürholt bestätigte, auch die Krankheit lediglich vorgetäuscht zu haben.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger
der Stadt Landau,

in den letzten drei Wochen musste ich krankheitsbedingt den Wahlkampf für den Oberbürgermeister der Stadt Landau aussetzen, um mich in Berlin einer täglichen Behandlung zu unterziehen. Jetzt hat sich ergeben, dass die tägliche Behandlung auch in den nächsten vier Wochen unverändert fortgesetzt werden muss, um meine Genesung sicherzustellen. das heißt, es ist für mich ausgeschlossen, dass ich vor dem 2. September 2007 bzw. dem 16. September 2007 in Landau aktiv in den Wahlkampf eingreifen kann, um für die CDU und mich zu werben. Um meinen Genesungsprozess nicht zu belasten, wird es mir – im Gegensatz zu den letzten Wochen – auch nicht mehr möglich sein, aus der Ferne konzeptionell und inhaltlich den Wahlkampf mitzugestalten.

Als ich im Mai 2007 nach Landau kam, war es mein Ziel in den verbleibenden Monaten bis zur Wahl mit den Landauerinnen und Landauern ins Gespräch zu kommen, mich und meine Ideen für die Stadt vorzustellen. Dies und damit ein echter Wahlkampf bleiben mir leider verwehrt, so dass ich die selbstgesetzten Erwartungen der Bürger notwendig enttäuschen muss. Gleichzeitig kann ich in einer stark personenbezogenen Wahl nicht vor Ort Präsenz zeigen. Es ist daher für mich nur konsequent, dass ich heute meinen Rücktritt von der Kandidatur für den Oberbürgermeister der Stadt Landau erkläre.

Diese Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, zumal ich von der CDU Landau und den vielen aktiven Mitstreitern in der Initiative „Schürholt für Landau“ mit offenen Armen empfangen wurde, mit großem Engagement unterstützt und in den letzten Wochen mit viel Anteilnahme und Verständnis begleitet wurde. Ich hätte mir sicherlich einen anderen Verlauf des Wahlkampfes vorgestellt, doch die Ereignisse dieser Wochen liegen schlicht nicht in meiner Hand und haben mir Grenzen gesetzt.

Ich bitte darum, den Wahlleiter der Stadt Landau, Herrn Oberbürgermeister Dr. Christof Wolff, die Mitstreiter im Wahlkampf und die Bürger der Stadt Landau über meinen Rücktritt zu informieren und alles Erforderliche zu veranlassen.

Für das in mich gesetzte Vertrauen, die herzliche Aufnahme und für die großartige Unterstützung bedanke ich mich sehr. Gerne denke ich an die vielen gewonnenen neuen Freunde, die guten Erfahrungen im Wahlkampf und das schöne Landau. Ich hoffe auf ein Wiedersehen nach meiner Genesung.

Ihr
Dr. Kai Schürholt

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"Dr." Kai Schürholt I

25. Dezember 2007 - 18:17 Uhr

Zu Jahresbeginn wurde ich recht gezwungenermaßen Neubürger von Landau, denn die schöne Stadt in der Pfalz empfing mich gleich mit dem Hinweis auf ihre schicke „Zweitwohnungssteuer“, die mich eine zusätzliche Kaltmiete im Jahr kosten sollte. Um diesem Obulus an die Stadtkasse zu entgehen, entschied ich mich meine liebgewordene Identität als Ratinger Bürger und Nordrhein-Westfale aufzugeben mich nun zum Rheinland-Pfälzer mit dem Wohnort Landau in der Pfalz zu erklären.

Außer dieser Ehre wurde mir nicht viel zuteil, denn der Neubürger wird in Landau weder mit einem Gutscheinheft für die örtlichen Einrichtungen, noch mit einem Händedruck des Oberbürgermeisters begrüßt. Der erste Bürger der Stadt war nach 23 Jahren etwas Amtsmüde geworden, so dass mit meiner Einbürgerung nach Landau sich zumindest die Option eröffnete, über das nächste Stadtoberhaupt mitentscheiden zu dürfen. So musste ich also auf die Mitentscheidung über den Rathausneubau in Ratingen verzichten und konnte mich stattdessen an der Wahl zum Oberbürgermeisteramt beteiligen.

Die Kandidatenkür der CDU lief in Landau eher schwierig an, denn schließlich hatte der CDU-Amtsinhaber Wolff wenig dafür getan, einen eigenen Nachfolger in den eigenen Reihen aufzubauen. Das machte in Hinblick auf die Konkurrenz in seiner Partei sicherlich Sinn, denn wer schafft sich schon selbst seinen Gegner. Aber es macht halt nur solange Sinn, wie Wolff sein Amt weiter ausüben wollte. Bei der Kandidatensuche ging die CDU also gezwungenermaßen neue Wegel und schaute über die Landauer Stadtgrenzen hinweg ins ferne Berlin.

Dort fand man beim Deutschen Brauer-Bund einen jungen dynamischen Menschen, der bereit war, als Oberbürgermeisterkandidat in Landau ins Rennen zu gehen.

Was daraus wurde, lässt sich anderenorts in aller Ausführlichkeit nachlesen:
http://www.sueddeutsche.de/ausland/artikel/753/130526/
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,524456,00.html
Die Chronologie aus Sicht der CDU Landau folgt am Ende diese Berichts.

Der Kandidat täuschte also einen Gehirntumor vor, hatte keinen Doktortitel und stürzte die örtliche CDU in eine tiefe Krise. Er log die Öffentlichkeit und seine Partei über Wochen hinweg an, trat schließlich von seiner Kandidatur zurück und stand am Wahltag trotzdem auf dem Stimmzettel, weil die Frist für die Benennung eines neuen anderen Kandidaten längst abgelaufen war. So konnte ich als Neubürger gleich im ersten Jahr einen Wahlzettel mit einem Kandidaten in den Händen halten, der längst als Lügner entlarvt war und am Wahlabend mit der Hilfe vieler Briefwahlstimmen noch die FDP-Kandidatin hinter sich ließ, obwohl er längst zurückgetreten war. Es war eine traurige Polit-Posse und ein Desaster für die Landauer CDU.

Am Ende gewann der Sozialdemokrat Schlimmer (rechts) mit überwältigender Mehrheit und der Christdemokrat und langjährige Amtsinhaber Wolff (links) gratulierte noch am Abend seinem Nachfolger vor den Augen der Medien im Ratssaal.

Chronologie des Wahlkampfs Schürholt
veröffentlicht am 31. August 2007 auf der Internetpräsenz der CDU Landau in der Pfalz

Chronologie Wahlkampf Schürholt:
02. Mai Schürholt stellt sich in der Findungskommission erstmals vor
10. Mai Schürholt stellt sich in Wollmesheim den Mitgliedern des Kreisvorstandes Landau, der Stadtratsfraktion und den Ortsvorsitzenden vor. Nach Befragung und kurzer Debatte unter Ausschluss des Bewerbers empfiehlt die Versammlung einstimmig (ohne Enthaltung) Herrn Schürholt
21. Mai Schürholt wird von der Mitgliederversammlung mit 97:11 Stimmen zum Kandidaten gewählt.
22. Juni Wahlkampfauftakt
Ende Juni wurde durch Herrn Waldenberger ein Schreiben von Frau Kollmar erwähnt. Herr Waldenberger maß dem Schreiben keine größere Bedeutung zu. Frau Moser, die Frau Kollmar persönlich kenne, wolle sich darum kümmern.
10. Juli Gespräch Frau Moser (Wahlkampfinitiative) mit Frau Kollmar
12. Juli Schürholt spricht mit Frau Kollmar
Schürholt erwähnt gegenüber Herrn Göbel, dass das Gespräch stattgefunden hat und dass offene Fragen geklärt seien.
24. Juli Schürholt hat einen Schwächeanfall während des Canvassings. Alle Termine für die nächsten Tage werden abgesagt.
25. Juli Schürholt geht angeblich nach Heidelberg zur Untersuchung. Er kenne dort einen Arzt aus seiner Verbindung.
26. Juli ebenfalls angeblich Untersuchungen
26. Juli Zulassung der Wahlvorschläge durch den Wahlausschuss
27. Juli Besuch Schürholts bei Herrn Göbel: Bericht über angeblichen Verdacht auf Hirntumor
Empfehlung der Universität Heidelberg sei die Einholung einer Zweitmeinung in Berlin.
Schürholt informiert am Abend auch OB Dr. Wolff hierüber.
30. Juli Schürholt trifft Herrn Göbel in Berlin. Angeblich wurde der Tumor auf der rechten Schädelbasis bestätigt. Schürholt klagt über Hör- und Sehstörungen sowie Kopfschmerzen. Er müsse sich einer Strahlenbehandlung und evtl. einer Operation unterziehen. Voraussichtlich würde die Behandlung – bei gutem Verlauf – ca. 4 Wochen dauern. Bereits organisiertes Treffen mit Bürgerinnen und Bürgern auf der Wollmesheimer Höhe wird abgesagt.
31. Juli Herr Kautzmann und OB Dr. Wolff werden von Herrn Göbel über den angeblichen Befund und den voraussichtlichen Verlauf der Behandlung informiert.
02. August Kreisvorstand und Wahlkampfkommission befassen sich mit dem Gesundheitszustand von Schürholt
Einstimmige Entscheidung: Wahlkampf geht weiter, Wechsel eines Kandidaten nicht mehr möglich
09. August nachmittags: Treffen Schürholt und Göbel in Berlin (Wohnung Schürholt). Schürholt berichtet über eingeleitete Strahlenbehandlung. Er habe Konzentrationsstörungen. Die Behandlung mit Strahlen werde fortgesetzt. Eine Operation sei voraussichtlich nicht erforderlich.
13. August hat die Bildzeitung Berlin Kontakt mit Herrn Göbel aufgenommen. Es wurde berichtet, dass eine Landauerin sich an ihn gewandt habe mit der Behauptung, dass Herr Schürholt keinen Doktortitel habe. Herr Göbel sagt der Redakteurin zu, den Titel der Doktorarbeit zu besorgen und informiert Herrn Schürholt darüber. Herr Göbel bittet, der Redakteurin den Titel der Doktorarbeit per e-mail mitzuteilen. Eine Rückmeldung der Bildzeitung erfolgte nicht, obwohl die zugesagte e-mail – wie sich am 26.8. herausstellte – nicht versandt wurde.
Gleichzeitig wurde im Laufe der Woche Internetrecherche betrieben und kein Hinweis auf die Doktorarbeit gefunden. Des Weiteren wurden Recherche betrieben bei den einzelnen von Schürholt aufgezählten Universitäten (Promotionsordnungen, ob er bekannt ist etc.). An einer Universität wurde aus datenschutzrechtlichen Gründen keine Auskunft erteilt, eine andere Universität war zur Auskunft nicht in der Lage, an der dritten Universität wurde eine Negativauskunft erteilt.
18. August wurde Herrn Göbel durch Dritte ein Brief von Frau Kollmar überreicht, den diese am Wahlkampfstand abgegeben hat.
19. August am späten Nachmittag hat Schürholt telefonisch geg. Herrn Göbel seinen Rücktritt erklärt. Herr Göbel wies daraufhin, dass die Promotionsurkunde noch benötigt wird.
20. August ging schriftlich die Kündigung ein. Herr Göbel flog nach Berlin, um sich ein Bild über den Krankheitszustand zu machen und noch einmal die Promotionsurkunde einzufordern. Beim Treffen in Berlin-Mitte (Tucher-Restaurant) erklärt Herr Schürholt, dass die angebliche Behandlung nicht vor Ende September abgeschlossen sein werde. Er sicherte zu, dass er die Promotionsurkunde am Dienstag per Fax liefere. Außerdem liege sie ja dem Brauerbund vor.
21. August vormittags: Info an Frau Klag-Ritz und Rolf Morio über Verlauf des Termins am Vortag
Am späten Nachmittag wurde wegen Fehlens der Promotion Kontakt mit dem Brauerbund aufgenommen. Man sagte zu, die Unterlagen, soweit vorhanden, am Mittwoch zuzusenden.
Abends gemeinsame Sitzung Kreisvorstand und Wahlkampf-kommission: Wahlkampf ist beendet.
22. August kamen die Unterlagen vom Brauerbund an, aus denen der Doktorvater hervorging. Ein telefonischer Kontakt mit dem Brauerbund ergab, dass bei der dortigen Einstellung die Vorlage der Promotionsurkunde nicht gefordert wurde. Der angegebene Doktorvater wurde kontaktiert und er war sich sicher, dass Herr Schürholt bei ihm noch nicht promoviert habe. Herr Schürholt wurde wiederum aufgefordert, seine Promotion zu faxen.
23. August Nachforschungen ergeben, dass die Doktorarbeit bei der Uni Heidelberg tatsächlich eingereicht wurde und Schürholt dort als Doktorand zugelassen wurde und geführt wird. Der Doktorvater sei jedoch mittlerweile an einer anderen Universität. Man müsse dort nachfragen. Herr Schürholt meldet sich nach dem Hinweis, dass jetzt gegen ihn staatsanwaltschaftlich ermittelt werde, telefonisch bei Herrn Göbel und – mit den Rechercheergebnissen konfrontiert – gesteht seinen Titelmissbrauch.
Direkt danach hat Herr Göbel unverzügliche Lieferung eines gesundheitlichen Attestes von Schürholt eingefordert. Die Presse und eine Vielzahl von aktiven Mitgliedern im Wahlkampf wurden informiert. Herr Göbel stellt sein Amt als Kreisvorsitzender zur Verfügung.
Am späten Abend kündigt der Anwalt von Herrn Schürholt eine persönliche Erklärung für den nächsten Tag an.
24. August am späten Vormittag teilt Frau Klag-Ritz mit, sie habe Kontakt zu Herrn Schürholt gehabt und dieser habe zugegeben, auch die Erkrankung vorgetäuscht zu haben. Beantragung des Parteiauschlussverfahrens. Eingang der persönlichen Erklärung von Schürholt, dass die Krankheit ebenfalls vorgetäuscht war.
Strafanzeige gegen Herrn Schürholt durch die CDU Landau wird erarbeitet.
Information durch Herrn Morio, dass OB Dr. Wolff ihm mitgeteilt habe, dass Herr Schürholt seinen Personenstand falsch angegeben habe (ledig statt geschieden) und bereits am 18.08. seine Abmeldung bei der Stadtverwaltung eingegangen sei. Er habe dies heute erfahren.
Nach Beratung der Situation beschließt der Kreisvorstand, den Spendern die Rückzahlung der Spenden anzubieten und tritt geschlossen zurück.
27. August Strafanzeige gegen Herrn Schürholt.

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An 44 Nr. 7

6. Dezember 2006 - 12:45 Uhr


Die Wohnungssuche hat hoffentlich nun ein Ende. Noch ist der Mietvertrag noch nicht unterschrieben, aber so wie es ausschaut, liegt meine Schlafstätte keine 10 Minuten Fußweg vom Institut für Politikwissenschaft in der Kaufhausgasse 9 entfernt (s.o.). Die Wohnung liegt im Landauer Stadtzentrum in einer ruhigen Nebenstraße hinter eine denkmalgeschützten Häuserreihe aus der Gründerzeit und kostet 300 € Kaltmiete. Meine Eltern, Anja und ich haben uns die Wohnung am Samstag angeschaut und haben uns trotz der anfallenden Maklerprovision sofort dafür entschieden, was nicht zuletzt daran gelegen haben mag, dass wir unter dem Eindruck einer Wohnung in Waldhambach standen, die im Nirgendwo lag und wo es Einsamkeit und Ruhe frei Haus gegeben hätte.


Sobald der Mietvertrag unterschrieben ist, gibt’s weitere Infos zu meiner neuen Wohnung, die ich hoffentlich zum 1. Februar beziehen werde.

Die Karte zeigt den Standort der Wohnung (im Westen), vom Instituts (zentral), von größeren Einkaufsgelegenheiten (Aldi, Lidl & Walmart, im Nordosten) und vom Landauer Bahnhof (im Osten). Alle Standorte sind grundsätzlich mit einem Fahrrad in 15 Minuten zu erreichen, was der Lebensqualität sicherlich keinen Abbruch tun wird.

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Der Wohnungsmarkt in Landau

22. November 2006 - 12:23 Uhr

Politisches Handeln hat Konsequenzen! Jedesfalls kann ich das inzwischen nur nochmal aus der praktischen Erfahrung heraus unterstreichen, da ich inzwischen auf Wohnungssuche in Landau bin und mich den Auswirkungen herumschlage, die diverse (Nicht)Entscheidungen auf Bundes- und Länderebene mit sich bringen. Zum einen ist es nämlich so, dass das schöne Bundesland Rheinland-Pfalz bislang auf die unschönen Studiengebühren verzichtet. Aus diesem Gründe hat es viele neue Studierende nach Landau gezogen, um die unsozialen 500€ einfach zu sparen. Ich würde diese Tatsache auch nicht besonders schlimm finden, wenn die ganzen neu angekommenen Menschenmassen nicht den kleinen Wohnungsmarkt am Ort vollkommen für sich beanspruchen würden und den Preis für kleine Wohnungen bis 50 qm ordentlich in die Höhe treiben. Der Immobilienmarkt der örtsansässigen Zeitung „Rheinpfalz“ ist dementsprechend mehr als dürftig. Wie mir eine Maklerin telefonisch mitteilte trägt zudem eine Entscheidung auf Bundesebene nicht gerade zur Entspannung bei. Denn seit der Einführung von Hartz IV müssen zahlreiche Ehepaare ihre größeren Familienwohnungen, in denen sie zusammen mit ihren Kindern gelebt haben, für kleinere Wohnung räumen, was den Markt für kleinere Wohnung bis 60 qm zusätzlich belastet.

Auch wenn das Inserat in der Rheinpfalz in der vergangenen Woche nicht ganz so viel eingebracht hat, sondern eher zu Ernüchterung geführt hat, probiere ich es auch diesen Freitag wieder mit einer Anzeige:

Ich bitte im Übrigen von Hinweisen auf mögliche Lösungen wie Wohnwagen, Zeltplatz oder WG abzusehen, schließlich soll ich dort zum Arbeiten kommen und mich nicht ständig mit meiner Wohnsituation rumärgern. Wer allerdings eine Wohnung für mich in Landau und Umgebung kennt, die ich zum 1.1.2007 beziehen könnte und nicht mehr als 380€ warm kostet, dann nur her damit!

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Bahnfahren ist doof II – Die Rückfahrt

18. November 2006 - 20:35 Uhr

Wer nach Landau fährt, will dort auch wieder weg. Diesen Eindruck bekommt man jedenfalls, wenn man sich die Menschenmassen anschaut, die sich auf dem kleinen Landauer Bahnhof gegen 16 Uhr rumtrieben. Die Regionalbahn kam pünktlich, war dieselbetrieben – Landau ist natürlich noch nicht elektrifiziert – und brachte mich ins altbekannte Neustadt, wo eine S-Bahn mich weiter nach Mannheim bringen sollte. Dass auch eine Vielzahl von Leuten aus Neustadt ganz schnell von dort verschwinden wollten, wurde mir schlagartig bewusst als ich keinen Sitzplatz mehr in der S-Bahn bekam und die komplette Strecke in die nächstgrößere Metropole stehen musste. Von der überfüllten S-Bahn ging es auf den ebenso vollen Bahnsteig, um den ICE von Stuttgart in Richtung Hamburg zu besteigen. Als der ICE mit fünfmütiger Verspätung in Mannheim ankam, waren meine Füße kalt und meine Tageslaune auf einem weiteren Tiefpunkt angekommen. Die Fahrt nach Frankfurt Flughafen Fernbahnhof verlief problemlos aber als wir dort angekamen, stürmten ungefähr 50% der Insassen aus dem Zug, dann zur Rolltreppe und schließlich zum selben Gleis, um denselben dämlichen ICE zu besteigen der die Leute an Rhein und Ruhr bringen sollte und dem ein kleines Kind alles daran setze die Mitfahrer mit seinem Wesen und alle technischen Finessen zu nerven. Gut, dafür kann die gute Deutsche Bahn nichts, aber so macht Bahnfahren doch richtig Spaß. Bei der Ankunft in Düsseldorf war ich froh, es zumindest schon einmal bis dort geschafft zu haben. Der Tag endete dann so, wie er begonnen hatte: ich war hündemüde, zu nichts mehr motiviert und saß in einer S6 mit mehr als fünf Minuten Verspätung. Bahnfahren enspannt – mich nicht.

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Bahnfahren ist doof I – Die Hinfahrt

18. November 2006 - 19:52 Uhr

Ein Tag beginnt schon nicht so außergewöhnlich gut, wenn man die zwei Wecker – die man in weiser Voraussicht bereits vor dem Einschlafen gestellt hat – gefliessendlich ignoriert: schließlich war es 5 Uhr am Morgen und damit eigentlich deutlich zu früh. Aber am Donnerstag, den 16. November 2006 sollte es ja schließlich nach Landau gehen, um einer Besprechung mit meinem zukünftigen Arbeitgeber und drei Bertelsmännern beizuwohnen.
So Wecker klingelte also pünktlich um 5 Uhr, doch mein Geist war erst willig und fähig meinen Körper um 5h25 in Bewegung zu setzen. Das war eigentlich schon deutlich zu spät, schließlich sollte die S-Bahn mich um 5h52 zum Düsseldorfer Hauptbahnhof bringen. Dementsprechend ging die Sache mit dem Fertigmachen deutlich flotter als sonst üblich: Anziehen, Notebook und Unterlagen in die Tasche, Jacke an, Fahrkarte, Handy und Geld eingesteckt. Dann Zeitung aus dem Briefkasten geholt, runter in den Keller zum Fahrrad, Tasche über die Schulter und Treten was die Beine hergaben.
Ich war um 5h50 am Bahnhof und schon gedanklich dabei mein Fahrrad festzuschließen, als die Anzeigentafel mir die freundlich Botschaft mitteilte, dass ich mir doch noch 6 Minuten Zeit lassen könnte. So ein Mist. Ich stand dann schließlich noch bis um 5h58 am Bahnsteig. Damit waren die ersten 6 Minuten Verspätung bereits eingefahren. Gut, dass ich eine Viertelstunde in Düsseldorf Zeit hatte den ersten von insgesamt vier ICE-Zügen des Tages zu besteigen, der mich bis Mannheim bringen sollte. Der Zug war pünktlich, allerdings war das Reservierungssystem komplett ausgefallen wofür sich die Zugleitung bei jeder einzelnen Station entschuldigte, was die Verwirrung auch nicht begrenzte. Viel schlimmer war die Tatsache, dass die Temperatur im ICE sicherlich um einige Grad weniger ausfiel als angenehme
20 Grad Celsisus Zimmertemperatur. Bis zur Ankunft in Mannheim waren die meisten Fahrgäste bereits frühzeitig in ihre Jacken geschlüpft. Dort angekommen sollte mich ein weiterer ICE nach Neustadt an der Weinstraße bringen. Für die rund 15 Minuten Fahrt lohnte sich es kaum den reservierten Platz aufzusuchen. Trauriger war die Tatsache, dass der Zug bei Abfahrt bereits 5 Minuten, bei Ankunft fast 10 Minuten Verspätung eingefahren hatte: Intercity Express. Der Anschluss – ein RE nach Landau – war in Neustadt bereits abgefahren. Es war auch höchst optimistisch nur 4 Minuten für ein Gleiswechsel einzuplanen. Selbst geübte Gleiswechsler hätten bei der monströsen Treppenkonstruktion am Neustädter Bahnhof ihre wahre Freude gehabt pünktlich in den nächsten Zug einzusteigen. So hatte ich also genug Zeit (weitere 15 Minuten) die kurzzeitig zurückgewonnen Körpertemperatur wieder durch das Warten auf die Regionalbahn an die südpfälzisches Umwelt abzugeben. Als ich endlich gute vier Stunden später das Reiseziel erreicht hatte, freute ich mich bereits auf eine problemlose Rückfahrt.

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