Archiv für November 2006


Der Wohnungsmarkt in Landau

22. November 2006 - 12:23 Uhr

Politisches Handeln hat Konsequenzen! Jedesfalls kann ich das inzwischen nur nochmal aus der praktischen Erfahrung heraus unterstreichen, da ich inzwischen auf Wohnungssuche in Landau bin und mich den Auswirkungen herumschlage, die diverse (Nicht)Entscheidungen auf Bundes- und Länderebene mit sich bringen. Zum einen ist es nämlich so, dass das schöne Bundesland Rheinland-Pfalz bislang auf die unschönen Studiengebühren verzichtet. Aus diesem Gründe hat es viele neue Studierende nach Landau gezogen, um die unsozialen 500€ einfach zu sparen. Ich würde diese Tatsache auch nicht besonders schlimm finden, wenn die ganzen neu angekommenen Menschenmassen nicht den kleinen Wohnungsmarkt am Ort vollkommen für sich beanspruchen würden und den Preis für kleine Wohnungen bis 50 qm ordentlich in die Höhe treiben. Der Immobilienmarkt der örtsansässigen Zeitung „Rheinpfalz“ ist dementsprechend mehr als dürftig. Wie mir eine Maklerin telefonisch mitteilte trägt zudem eine Entscheidung auf Bundesebene nicht gerade zur Entspannung bei. Denn seit der Einführung von Hartz IV müssen zahlreiche Ehepaare ihre größeren Familienwohnungen, in denen sie zusammen mit ihren Kindern gelebt haben, für kleinere Wohnung räumen, was den Markt für kleinere Wohnung bis 60 qm zusätzlich belastet.

Auch wenn das Inserat in der Rheinpfalz in der vergangenen Woche nicht ganz so viel eingebracht hat, sondern eher zu Ernüchterung geführt hat, probiere ich es auch diesen Freitag wieder mit einer Anzeige:

Ich bitte im Übrigen von Hinweisen auf mögliche Lösungen wie Wohnwagen, Zeltplatz oder WG abzusehen, schließlich soll ich dort zum Arbeiten kommen und mich nicht ständig mit meiner Wohnsituation rumärgern. Wer allerdings eine Wohnung für mich in Landau und Umgebung kennt, die ich zum 1.1.2007 beziehen könnte und nicht mehr als 380€ warm kostet, dann nur her damit!

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Bahnfahren ist doof II – Die Rückfahrt

18. November 2006 - 20:35 Uhr

Wer nach Landau fährt, will dort auch wieder weg. Diesen Eindruck bekommt man jedenfalls, wenn man sich die Menschenmassen anschaut, die sich auf dem kleinen Landauer Bahnhof gegen 16 Uhr rumtrieben. Die Regionalbahn kam pünktlich, war dieselbetrieben – Landau ist natürlich noch nicht elektrifiziert – und brachte mich ins altbekannte Neustadt, wo eine S-Bahn mich weiter nach Mannheim bringen sollte. Dass auch eine Vielzahl von Leuten aus Neustadt ganz schnell von dort verschwinden wollten, wurde mir schlagartig bewusst als ich keinen Sitzplatz mehr in der S-Bahn bekam und die komplette Strecke in die nächstgrößere Metropole stehen musste. Von der überfüllten S-Bahn ging es auf den ebenso vollen Bahnsteig, um den ICE von Stuttgart in Richtung Hamburg zu besteigen. Als der ICE mit fünfmütiger Verspätung in Mannheim ankam, waren meine Füße kalt und meine Tageslaune auf einem weiteren Tiefpunkt angekommen. Die Fahrt nach Frankfurt Flughafen Fernbahnhof verlief problemlos aber als wir dort angekamen, stürmten ungefähr 50% der Insassen aus dem Zug, dann zur Rolltreppe und schließlich zum selben Gleis, um denselben dämlichen ICE zu besteigen der die Leute an Rhein und Ruhr bringen sollte und dem ein kleines Kind alles daran setze die Mitfahrer mit seinem Wesen und alle technischen Finessen zu nerven. Gut, dafür kann die gute Deutsche Bahn nichts, aber so macht Bahnfahren doch richtig Spaß. Bei der Ankunft in Düsseldorf war ich froh, es zumindest schon einmal bis dort geschafft zu haben. Der Tag endete dann so, wie er begonnen hatte: ich war hündemüde, zu nichts mehr motiviert und saß in einer S6 mit mehr als fünf Minuten Verspätung. Bahnfahren enspannt – mich nicht.

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Bahnfahren ist doof I – Die Hinfahrt

18. November 2006 - 19:52 Uhr

Ein Tag beginnt schon nicht so außergewöhnlich gut, wenn man die zwei Wecker – die man in weiser Voraussicht bereits vor dem Einschlafen gestellt hat – gefliessendlich ignoriert: schließlich war es 5 Uhr am Morgen und damit eigentlich deutlich zu früh. Aber am Donnerstag, den 16. November 2006 sollte es ja schließlich nach Landau gehen, um einer Besprechung mit meinem zukünftigen Arbeitgeber und drei Bertelsmännern beizuwohnen.
So Wecker klingelte also pünktlich um 5 Uhr, doch mein Geist war erst willig und fähig meinen Körper um 5h25 in Bewegung zu setzen. Das war eigentlich schon deutlich zu spät, schließlich sollte die S-Bahn mich um 5h52 zum Düsseldorfer Hauptbahnhof bringen. Dementsprechend ging die Sache mit dem Fertigmachen deutlich flotter als sonst üblich: Anziehen, Notebook und Unterlagen in die Tasche, Jacke an, Fahrkarte, Handy und Geld eingesteckt. Dann Zeitung aus dem Briefkasten geholt, runter in den Keller zum Fahrrad, Tasche über die Schulter und Treten was die Beine hergaben.
Ich war um 5h50 am Bahnhof und schon gedanklich dabei mein Fahrrad festzuschließen, als die Anzeigentafel mir die freundlich Botschaft mitteilte, dass ich mir doch noch 6 Minuten Zeit lassen könnte. So ein Mist. Ich stand dann schließlich noch bis um 5h58 am Bahnsteig. Damit waren die ersten 6 Minuten Verspätung bereits eingefahren. Gut, dass ich eine Viertelstunde in Düsseldorf Zeit hatte den ersten von insgesamt vier ICE-Zügen des Tages zu besteigen, der mich bis Mannheim bringen sollte. Der Zug war pünktlich, allerdings war das Reservierungssystem komplett ausgefallen wofür sich die Zugleitung bei jeder einzelnen Station entschuldigte, was die Verwirrung auch nicht begrenzte. Viel schlimmer war die Tatsache, dass die Temperatur im ICE sicherlich um einige Grad weniger ausfiel als angenehme
20 Grad Celsisus Zimmertemperatur. Bis zur Ankunft in Mannheim waren die meisten Fahrgäste bereits frühzeitig in ihre Jacken geschlüpft. Dort angekommen sollte mich ein weiterer ICE nach Neustadt an der Weinstraße bringen. Für die rund 15 Minuten Fahrt lohnte sich es kaum den reservierten Platz aufzusuchen. Trauriger war die Tatsache, dass der Zug bei Abfahrt bereits 5 Minuten, bei Ankunft fast 10 Minuten Verspätung eingefahren hatte: Intercity Express. Der Anschluss – ein RE nach Landau – war in Neustadt bereits abgefahren. Es war auch höchst optimistisch nur 4 Minuten für ein Gleiswechsel einzuplanen. Selbst geübte Gleiswechsler hätten bei der monströsen Treppenkonstruktion am Neustädter Bahnhof ihre wahre Freude gehabt pünktlich in den nächsten Zug einzusteigen. So hatte ich also genug Zeit (weitere 15 Minuten) die kurzzeitig zurückgewonnen Körpertemperatur wieder durch das Warten auf die Regionalbahn an die südpfälzisches Umwelt abzugeben. Als ich endlich gute vier Stunden später das Reiseziel erreicht hatte, freute ich mich bereits auf eine problemlose Rückfahrt.

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Eine Wohnung, ach wär‘ das schön …

15. November 2006 - 12:33 Uhr

Nachdem ich leider erfolglos die Zeitungsanzeigen der Rheinpfalz abtelefoniert habe, muss ich auf den kommenden Freitag hoffen, denn wie ich leider erst heute herausgefunden habe, erscheinen die Immobilienanzeigen lediglich freitags. Um die Chancen zumindest ein wenig zu erhöhen, habe ich eine entsprechende Anzeige für den 17.11. aufgegeben, in der ich eine 3-4 Zimmer-Wohnung mit einer Kaltmiete bis 350€ zum 1. Januar 2007 suche. Vielleicht klingelt ja am Freitag ja mein Mobiltelefon und ich es melden sich ein paar Pfälzer mit entsprechenden Angeboten. Wenn die Anrufer genau so sprechen, wie meine Gesprächspartner zuletzt, kann das ja nur ein Spaß werden.
Ansonsten werde ich natürlich selbst am Freitagmorgen auf die Jagd gehen und unter http://www.rheinpfalz.de/immo die Anzeigen durchsehen und abtelefonieren.

Morgen um Viertel vor sechs in der Früh geht’s dann wie angekündigt mit der Deutschen Bahn (1x S-Bahn, 2x ICE, 1x RE) nach Landau zu einer Besprechung an die Uni und am späten Nachmittag wieder zurück. Ich bin sehr gespannt, ob die Bahn zumindest so pünktlich ist, dass alle meine Anschlüsse passen. Wenn alles klappt, komme ich um 20 Uhr 47 mit der S-Bahn aus Düsseldorf wieder in Ratingen-Ost an. Und dann freue ich mich nach 8 Stunden 39 Minuten in Bahnen und auf Bahnhöfen bestimmt ganz besonders auf mein nagelneues Auto.

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Montag, der 13.11.

14. November 2006 - 17:43 Uhr

Nun ist es doch wieder passiert. Eigentlich bin ich ja seit etlichen Jahren bereits bei meinen Eltern ausgezogen, aber nun zieht es mich zurück in die elterliche Bleibe, denn damit ich meinen fahrbaren Untersatz nicht ab- und kurze Zeit später für nochmal Geld gleich wieder ummelden muss, habe ich meinen Wohnsitz wieder auf die Adresse meiner Eltern umgemeldet. Doch ich spare nicht nur das Geld für die spätere Ummeldung, sondern auch monatlich Kfz-Versicherungsgebühren, denn es fahren in der Südpfalz scheinbar so viele Irre durch die Weinberge, dass man gleich noch einige Euro drauflegen muss, um einen Wagen dort zu versichern.

Ich kann jedenfalls nur hoffen, dass ich nun nicht wieder auch den Müll aus der elterlichen Wohnung heruntertragen muss …

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Am 11.11.

14. November 2006 - 17:26 Uhr

Am kommenden Donnerstag muss es nochmal die Deutsche Bahn sein, die mich für 59 Euro (die Sitzplatzreservierungen natürlich gehen extra) in die Heimat meines neuen Arbeitgebers bringen wird.

Aber schon bald werde ich wieder einen fahrbaren Untersatz haben, der mich von A nach B bringt: er nennt sich VW Golf Goal und kommt in einem Schwarz daher, hat über 100 Pferdestärken und dürfte die Sicherheit meines damaligen Polos (Baujahr 1991) beiweiten übertreffen.

Kurzum: ich freu mich.

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