Die erste Monographie

In Endnote gibt es im wesentlichen zwei grundsätzliche Wege um neue Quellen aufzunehmen:

1. Entweder man tippt die Daten selber in Endnote ein …
oder 2. Man importiert die Angaben aus einer Datenbank.

Man nehme sich ein Buch; zum Beispiel eines vom deutschen Soziologen Niklas Luhmann.

1. Der manuelle und lästige Weg

Auf der Titelseite des Buches erfahren wir, wer das Buch geschrieben hat, wer der Verfasser ist und bei welchem Verlag es erschienen ist.

Diese Daten können wir in Endnote bereits übernehmen. Legen Sie hierzu einfach eine neue Quelle (reference) an. Der schnellste Weg dahin führt über den folgenden Shortcut: STRG + N.

References | New References

Es öffnet sich ein Fenster, wo vielen Angaben gemacht werden können. Um die passenden Felder angezeigt zu bekommen, muss man zunächst die richtige Quellenart (reference type) auswählen. In unserem Fall nehmen wir einfach Book.
Nun geht’s los. Die Felder Author, Year, Title und Publisher können bereits gefüllt werden.

Namen sollten in der Nachname, Vorname angegeben werden. Der rot unterlegte Name deutet in diesem Fall lediglich darauf hin, dass der Autor dem Programm noch unbekannt ist. Sollte eine Institution keinen Vornamen haben, so endet der Autoreneintrag einfach mit einem Komma, also z.B.: „Bundeszentrale für politische Bildung,“.

Nun fehlen noch einige Angaben, die sich auf der nächsten Seite im Buchimpressum finden sollten.

Man erfährt dort den Verlagsort und die Auflage. Beide Angaben werden hinzugeführt
Der Eintrag ist nun fertig und sollte nun so aussehen:

2. Der einfache, aber nicht immer bessere Weg

Da auf der ganzen Welt bereits einige Menschen diese Angaben zum Buch zusammengetragen haben und wir uns im Zeitalter einen weltumspannenden Netzes befinden, kann man davon profitieren. Die Leute, die sich beruflich mit vielen Büchern beschäftigen, sind Bibliothekare, deren Job es ist, Bücher bibliothekarisch zu erfassen. Heute tun Sie dies elektronisch und arbeiten dabei zumeist in Bibliothekverbünden. Diese tragen dann Abkürzungen wie HBZ, SWB, oder GBV und sind auf der Fernleihe bekannt. Im Falle der letzten Beiden, kann man die dort hinterlegten Daten kostenlos abrufen und in Endnote importieren.

Hierzu wechselt man zur erstmaligen Verwendungen in den sogenannten Connection Manager. Dort sind in Endnote Hunderte von Datenbanken und Bibliothekskatalogen hinterlegt, aus denen Endnote Daten importieren kann.

Edit | Connection Files | Open Connection Manager …

Dort findet sich ein Eintrag GBV, der aktiviert werden muss.

Nachdem man den Connection Manager geschlossen hat, findet sich links im Hauptfenster von Endnote unter Online Search ein neuer Eintrag GBV können. Wählt man diesen aus, so öffnet das Programm eine Verbindung zu diesemVerbundkatalog und es zeigt sich unten ein Suchformular. Dies geht allerdings nur dann, wenn eine Internetverbindung besteht.

Im Suchformular sollte eine Suche nach ISBN duchgeführt werden. Hierzu geben wir die ISBN aus dem Buchimpressum ein.

Es sollte genau ein Treffer gefunden werden, der sogleich in die Datenbank übernommen wird.

Wirft man einen Blick auf den Eintrag, so sieht man, dass man mit einer Suchanfrage per ISBN viele Angaben erhält, ohne dass weitere Angaben selbst eintippen musste.
Allerdings hat diese Methode auch Nachteile.

  1. Die Daten sind in ihrer Form an bibliotherische Regeln gebunden, was nicht immer mit wissenschaftlicher Zitierfähigkeit zusammenhängt.
  2. Einige Angaben sind abgekürzt oder schlicht überflüssig.
  3. Es ist nicht auszuschließen, dass auch der Bibliothekar einen Fehler gemacht hat, als er die Angaben erfasst hat.

Daher gilt: Alle Angaben müssen abschließend kontrolliert und korrigiert werden. Das bedeutet, man sollte es mit den Daten aus dem vorliegenden Buch abgleichen und die Angaben entsprechend der eigenen Vorgaben für das wissenschaftliche Zitieren abändern.

So schnell das Importieren von Daten in Endnote auch machbar ist, so geboten ist es gleichzeitig, die Angaben in Ruhe sorgfältig zu prüfen. Von der eingesparten Zeit sollte man stets wieder ein wenig in eine Plausibilitätsprüfung und Endkontrolle investieren.

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Allgemeine Hinweis aus den Tipps und Hinweise zum wissenschaftlichen Arbeiten der Abteilung Politikwissenschaft am Institut für Sozialwissenschaften an der Universität Koblenz-Landau:

Monographien/Bücher Neben dem Vor- und Nachnamen des Autors muss der jeweilige Buchtitel sowie Verlagsort und Verlag angegeben werden. Beinhaltet der Name des Verlags das Wort „Verlag“, so kann dieser abgekürzt werden. So wird z.B. aus „Baden-Baden: Nomos Verlag“ einfach „Baden-Baden: Nomos“. Auf die Angabe der Auflage (engl.: Edition) sollte bei Erstauflagen verzichtet werden, sie ist allerdings bei (veränderten) Folgeauflagen unbedingt erforderlich. Sollten mehrere Verlagsorte genannt sein, so sollte nur der erste genannt werden. Alternativ ist es möglich mehrere Orte durch Querstriche voneinander getrennt anzugeben („Berlin/New York/Wien“).

  • mit einem Autor: Nachname, Vorname (Jahr): Titel. Untertitel. [Auflage.] Ort: Verlag.
    z.B.: Luhmann, Niklas (2004): Die Realität der Massenmedien. 3. Auflage. Wiesbaden: VS.
  • mit mehreren Autoren Nachname, Vorname/Nachname, Vorname (Jahr): Titel. Untertitel. [Auflage.] Ort: Verlag.
    z.B.: Mayntz, Renate/Scharpf, Fritz W. (1995): Gesellschaftliche Selbstregelung und politische Steuerung. Frankfurt am Main: Campus.
  • in Endnote: Book Author (Year): Title. Edition. City: Publisher|.

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Angepasste Verbindungsdateien für Import in Endnote

Kategorie: Stollens Endnote-Blog Kommentare deaktiviert für Die erste Monographie

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